2223-2 Vertrag zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern | ||||||||||||||||||||||||||||
| Artikel 1 | Glaubensfreiheit |
| Artikel 2 | Jüdische Feiertage |
| Artikel 3 | Zusammenwirken |
| Artikel 4 | Freundschaftsklausel |
| Artikel 5 | Friedhöfe |
| Artikel 6 | Gedenkstätten |
| Artikel 7 | Denkmalpflege |
| Artikel 8 | Bildungs- und Sozialeinrichtungen |
| Artikel 9 | Vertretung in Medien |
| Artikel 10 | Finanzielle Leistungen |
| Artikel 11 | Gebühren- und Steuerbefreiung |
| Artikel 12 | Inkrafttreten, Schlußbestimmungen |
| Anlage Zusatzprotokoll zum Vertrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern | |
| Bekanntmachung Bekanntmachung
über das Inkrafttreten des Vertrages zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern
mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern vom
14. Juni 1996 Vom 23. Oktober 1996 | |
Das Land Mecklenburg-Vorpommern (im folgenden: das Land),
vertreten durch den Ministerpräsidenten, Herrn Dr. Berndt Seite,
und
alle Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch den Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern (im folgenden: der Landesverband),
vertreten durch die satzungsmäßigen Vertreter,
haben auf der Grundlage der vom Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und von der Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern gewährleisteten Stellung der korporierten Religionsgemeinschaften im freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaat
in dem Bewußtsein, für das jüdische Leben in diesem Lande eine besondere Verantwortung zu tragen, die aus der Geschichte Deutschlands gewachsen ist,
in dem Bewußtsein des unermeßlichen Leides, das die jüdische Bevölkerung in Deutschland und Europa erdulden mußte, insbesondere der Vernichtung des jüdischen Lebens auch in Mecklenburg und Vorpommern,
eingedenk der staatlichen Ignoranz in den Jahren der kommunistischen Diktatur gegenüber den jüdischen Gemeinden, die eine Neubelebung jüdischen Gemeindelebens weitgehend verhindert hat,
in dem Bestreben, das kulturelle Erbe des Judentums im Land zu wahren und zu pflegen,
in dem Wunsch, der Jüdischen Gemeinschaft in Mecklenburg-Vorpommern den Wiederaufbau des Gemeindelebens zu erleichtern,
folgenden Vertrag geschlossen: